Unter einer Gynäkomastie versteht man eine gutartige ein- oder beidseitige
Vergrößerung der männlichen Brustdrüse. Sie ist ein Symptom, das auf eine hormonale
Störung in der Pubertät hinweist. Wenn sich jedoch die Brustdrüse nach der
Pubertät immer noch in diesem Zustand befindet, kann dies Störungen im
ästhetischen und psychologischen Bereich bewirken. Diese Missbildung kann nach
der Pubertät (falls sie sich nicht spontan zurückbildet) chirurgisch beseitigt
werden.
An anderer Gynäkomastietyp wird verursacht durch: Medikamente (durch
Cortison, Anabolica, Diuretica ...) oder durch Krankheiten (Genital Adipose
Dystrophie, Leberzirrhose...).
Die Pseudogynäkomastie besteht zum größten Teil aus Fettkomponenten und
kommt meist bei Übergewichtigen vor.
ANÄSTHESIE
Normalerweise bei Vollnarkose.
TECHNIK
Mittels einer kleinen Inzision im Brustwarzenhof wird die Brustdrüse
entnommen. Um eine unästhetische Vertiefung des Brustwarzenhofs bei der
Vernarbung mit dem Brustmuskel zu vermeiden wird unter diesen ein kleiner
„Knopf“ eingesetzt.
Bei Patienten die keine Narbe im Brustwarzenhof möchten, kann die Drüse
mittels einer Inzision in der Achselhöhle (Endoskopie) entnommen werden. Die
Narbe bleibt somit in der Achselhöhle verborgen.
In der Pseudogynäkomastie erweist sich die Liposuktion sehr nützlich um das
Volumen zu reduzieren.
POSTOPERATION
Um Hämatome zu vermeiden wir eine Dränage angebracht. Außerdem werden
während 7-10 Tage Druckverbände getragen. Nach Entfernung der Nahten ist es
ratsam mit Massagen zu beginnen. Es sollten jedoch während ca. einem Monat
physische Aktivitäten vermieden werden.